Freitag, 1. Mai 2015

Der Veganhype: Modetrend oder längst fälliges Umdenken?

An allen Ecken wird mittlerweile von veganer Ernährung gesprochen. Die einen verdrehen die Augen und stempeln alles als neuen Hype ab der bald vorüber geht, die anderen, zu denen ich mich selbst zähle, freuen sich über ein gesellschaftliches Umdenken und sehen diesen Trend als eine gesundheitsbewusste Neuorientierung der Gesellschaft.
Lange Zeit dachten Viele Leute beim Wort "Veganer" an Blumen schwenkende Weltverbesserer die fernab jeglicher Realität versuchen die Welt zu retten indem Sie sich an einen Baum ketten oder die Kuh vom Schlachter entführen und im eigenen Wohnzimmer beherbergen. Doch dieses Bild ist längst überholt. Vegan ist in aller Munde und angesagter als je zuvor.

Ich weiß nicht was ihr für Eindrücke habt, aber selbst in meinem persönlichen Umfeld gibt es immer mehr Menschen die unter diversen Zivilisationskrankheiten leiden: "Migräne haben doch viele Leute", "Diabetes bekommt man eben einfach", "Mein schlechter Cholesterinspiegel ist Veranlagung". All diese Dinge werden als "normal" hingenommen. Ich frage mich, ob man sich mit diesen gesundheitlichen Problemchen wirklich einfach abfinden muss oder ob es einen anderen, einen besseren Weg gibt. Ich denke wir haben 90% unserer Gesundheit und unseres Wohlbefindens selbst in der Hand. In unser Diesel-Auto tanken wir schließlich auch keinen Benzin. Warum "betanken" wir unseren Körper dann mit Zucker, Weißmehl, tierischem Fett und Lebensmittel die vor Chemikalien nur so triefen und tun dies mit allen möglichen Ausreden ab? Ist uns unser Auto wichtiger als unser Körper?
Versteht mich nicht falsch, ich bin selbst nicht der konsequenteste Mensch was gesunde Ernährung angeht. Gerade wenn es schnell gehen muss, ich einen anstrengenden Tag hatte, und und und verfalle ich gerne in alte Muster und tröste mich mit einfachen (ungesunden) Nahrungsmitteln wie einer Tiefkühlpizza oder einer leckeren Schokolade. Außerdem backe ich gerne und mit Weißmehl lassen sich einfach so tolle Dinge zaubern. Es ist oft schwer alte Muster für immer abzulegen.
Aber ich spreche definitiv aus eigener Erfahrung, wenn ich euch sage: bewusste, vegane Ernährung wirkt Wunder! Im Jänner hat meine ganze Familie, mich eingeschlossen, sich an der Attila Hildman "Vegan for Fit Challenge" versucht. Nach einer Woche haben wir angefangen das ganze Haus zu entrümpeln und wieder mehr Sport zu machen weil wir soviel Energie hatten. Mein Mann, der regelmäßig und sehr ambitioniert Kraftsport betreibt und Fleisch normalerweise als Grundnahrungsmittel betrachtet, hat am Ende der Challenge gesagt, seine Muskelgruppen wären noch nie so definiert gewesen wie zu diesem Zeitpunkt.

Immer wieder habe auch ich gute Phasen in denen es mir über eine gewisse Zeit gelingt mich konsequent an einen gesunden, veganen Speiseplan zu halten der noch dazu super lecker ist. Mir fehlt dabei nichts und ich fühle mich in dieser Zeit so energiegeladen und fit wie sonst nie! Selbst wenn Emma Zähne bekommt und mich in der Nacht 6 Mal zu ihr ins Zimmer taumeln lässt stehe ich am nächsten Tag fit und gut gelaunt auf. Jaja ich weiß, ich würde es mir auch nicht glauben wenn ich es nicht selbst erlebt hätte...mehr als nur 1 mal. Ich wusste nicht wie einfach es sein kann sich auf seine Seminare zu konzentrieren und das es möglich ist sich nach einem 8 Stunden Kurs immer noch fit für mehr Information oder Sport fühlen zu können. Warum habe ich damit nur wieder aufgehört?! Wie oft ich mich das schon gefragt habe wenn ich mich müde und unkonzentriert durch einen Tag geschleppt habe.
Für mich ist die große Hürde die, dauerhaft konsequent zu bleiben. Nicht gleich bei Mama's erstem Schnitzel wieder schwach zu werden oder ein bisschen Kuhmilch im Kaffee zu ignorieren.
Falls jemand von euch Tipps für mich hat, wie ich dieses Ziel erreichen kann würde ich mich freuen!

Kommentare:

  1. MAMA MACHT KEINE SCHNITZEL lol.... höchstens klitzekleine Eclairs mit ein bisserle Kaffee-Schlagobers drin ;-)))

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  2. Liebe Mami, der Schweinsbraten oder das Reisfleisch haben dem Schnitzel aus ethischer Sicht absolut nichts voraus ;) Und die Eclairs mit dem "bisserle" Kaffee-Schlagobers aus KuhMi sind ja wohl ebenfalls ein tolles Beispiel für deine leckere Küche und meine Inkonsequenz in dem Punkt :P

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